Beschichtete Pfannen: Alles, was Du wissen musst

Eine beschichtete Pfanne ist Bestandteil quasi jeder Küchenausstattung. Aber wusstest Du, dass längst nicht jedes Exemplar eine Teflonpfanne ist? Die Auswahl ist ziemlich groß: Neben den PTFE-Pfannen reihen sich Keramikpfannen, emaillierte Pfannen und Eisenpfannen mit eingebrannter Patina ein. Wir erklären Dir, was all diese beschichteten Pfannen ausmacht und wie lange sie halten.


Inhalt



Das lernst Du in diesem Artikel

  • Welche Arten von beschichteten Pfannen es gibt
  • Welche Eigenschaften die unterschiedlichen Beschichtungen haben
  • Wie diese Pfannen möglichst lange funktionstüchtig bleiben

Arten von beschichteten Pfannen

Es gibt vier verschiedene Arten von Beschichtungen in Bratpfannen. Diese sind mit Ausnahme der Patina einer Eisenpfanne unabhängig vom Material des Pfannenkörpers: Sowohl eine Pfanne aus Aluminium als auch eine Pfanne aus Edelstahl können eine Keramikbeschichtung erhalten.

PTFE-beschichtete Pfannen

PTFE-beschichtete Pfannen

Die meisten beschichteten Pfannen sind Teflonpfannen. Der Pfannenkörper besteht in der Regel aus Aluminium oder Edelstahl, wobei Exemplare aus Aluminium meist die besseren Wärmeleiteigenschaften besitzen.

Die Beschichtung findet in mehreren Schritten statt[1]: Nach einer Vorbehandlung wird die Pfanne angeraut, damit die anschließend aufgesprühte PTFE-Schicht besser haftet. Dennoch ist Teflon empfindlich: Harte Gegenstände wie Pfannenwender aus Edelstahl zerkratzen die Beschichtung schnell. Auch zu hohen Temperaturen solltest Du die Pfanne nie aussetzen. Denn große Hitze schadet der Pfanne und führt außerdem zur Entwicklung giftiger Dämpfe.

Aber auch bei bester Pflege zeigt unsere Erfahrung, dass die Antihafteigenschaft der PTFE-Beschichtung mit der Zeit nachlässt. Wenn Du die Pfanne nur selten nutzt und z. B. für scharfes Anbraten eine Eisenpfanne nutzt, kannst Du die Lebensdauer deutlich verlängern. Solltest Du eine Pfanne mit beschädigter PTFE-Beschichtung nicht entsorgen wollen, kannst Du sie neu beschichten lassen.

Gut zu wissen

Bei einer zerkratzen Teflonbeschichtung kann es passieren, dass kleine Flocken PTFE ins Essen geraten. Das Bundesministerium für Risikobewertung beruhigt aber: Von diesen Flocken geht keine Gefahr für die Gesundheit aus.[2]

Keramikbeschichtete Pfanne

Keramikbeschichtete Pfannen

Diese Pfannen ähneln den PTFE-Pfannen in einigen Punkten. So bestehen sie ebenfalls meist aus Aluminium oder Edelstahl, und auch die Beschichtung wird aufgesprüht.

Allerdings verlieren sie ihre Antihaftwirkung deutlich schneller. Wenn Du nicht aufpasst, geschieht es leicht, dass Öl einbrennt. Da die Keramikoberfläche sehr empfindlich ist, sind Stahlschwämme und andere harte Gegenstände tabu: Sie würden die Oberfläche zerkratzen, wodurch Nahrungsmittel direkt anbrennen. Was sich nicht mit einem weichen Tuch entfernen lässt, macht eine solche Pfanne also schnell unbrauchbar.

Emaillierte Pfanne

Emaillierte Pfannen

Die Emaillebeschichtung unterscheidet sich von PTFE und Keramik darin, dass es keine Antihaftwirkung besitzt. Dafür ist sie sehr kratzfest, leicht zu reinigen und hält auch hohen Temperaturen stand. In der Regel besteht der Pfannenkörper aus dickerem Eisenstahl oder Gusseisen, speichert also Wärme sehr gut. Die Emailleschicht besteht aus silikatischem Glas und wird durch Tauchen oder Spritzen auf die Pfanne aufgetragen.

Ein Nachteil dieses Materials ist, dass Emaille ein sehr sprödes Material ist. Dadurch kann sie bei harten Stößen oder plötzlichen Temperaturunterschieden abplatzen. Emaille und Eisen sind zwar nicht giftig, verwenden solltest Du die Pfanne dann aber nicht mehr. Denn die Emaillesplitter sind sehr scharfkantig und können zu Verletzungen führen, wenn Du sie versehentlich verschluckst.

Eingebrannte Pfannen

Eingebrannte Pfannen

Pfannen aus Gusseisen oder Eisenstahl überdauern bei guter Pflege Generationen. Was diese Pfannen neben ihrer Haltbarkeit auszeichnet ist, dass ihre Antihaftwirkung im Laufe der Zeit immer besser wird:

Vor der ersten Nutzung wird auf diese Pfannen Öl aufgebracht und stark erhitzt. Dieses Einbrennen ist die Basis der sogenannten Patina, die eine natürliche Antihaftschicht ist. Diese Ölschicht baut sich mit jeder Benutzung weiter auf, weshalb sich auch die Antihaftwirkung weiter verbessert.

Damit braucht eine neue Eisenpfanne etwas mehr Vorbereitung als andere beschichtete Pfannen. Auch die Pflege nach dem Kochen kostet mehr Zeit als das Abwaschen einer Teflonpfanne. Das gleicht die Eisenpfanne durch ihre Langlebigkeit allerdings aus, was sie zu einer guten Alternative zur PTFE- oder Keramikpfanne macht.

Welche beschichtete Pfanne kaufen?

Und welche Pfanne ist jetzt die richtige für Dich? Das hängt sehr von Deinen Ansprüchen ab und davon, welcher Kochtyp Du bist.

Wenn Du möglichst wenig Zeit in der Küche verbringen willst, kommen Dir PTFE-beschichtete Pfannen entgegen. Sie sind pflegeleicht, verschleißen dafür aber auch schnell. Du musst also regelmäßig für einen Ersatz sorgen, was auf Dauer ins Geld geht. Wenn Du ein Fan von Gerichten bist, die eine hohe Temperatur brauchen, sind diese Pfannen allerdings nicht geeignet, da sie nicht zu hoch erhitzt werden dürfen.

In die Pflege von Eisenpfannen fließt etwas mehr Zeit. Dafür werden sie Dich ein Leben lang begleiten und wahrscheinlich irgendwann noch Deine Enkel glücklich machen. Die Antihafteigenschaften bauen sich im Laufe der Zeit auf und werden immer besser.

Pfannen mit einer Keramikbeschichtung können wir nicht wirklich empfehlen, da sie zu viele Nachteile mit sich bringen.

In diesem direkten Vergleich kannst Du auf einen Blick die Stärken und Schwächen der verschiedenen Pfannenbeschichtungen erkennen:

PTFE
Keramik
Emaille
Patina
Antihaftwirkung
Langlebig
Neubeschichtung möglich
Pflegeleicht

Woran erkenne ich, womit meine Pfanne beschichtet ist?

Manchmal hält man eine Pfanne in den Händen und weiß nicht sicher, welche Art von Beschichtung sie hat. Zum Glück gibt es ein paar gute Tipps, wie Du dies recht gut herausfinden kannst. Hilfreich ist unter anderem der Wassertropfentest: Je nach Beschichtung perlt das Wasser ab oder nicht.

PTFE-Beschichtung

Eine Teflonbeschichtung ist immer dunkel oder schwarz. Außerdem wirkt die Farbe eher abgestumpft oder matt. Wassertropfen perlen sofort ab. Wenn Du noch eine Herstellerangabe findest, gibt diese eine Ofenfestigkeit bis 250 °C an, da sich bei höheren Temperaturen giftige Gase bilden.

Keramikbeschichtung

Diese Art der Beschichtung ist meist Weiß oder Schwarz, aber auch andere Farben sind möglich. Die Oberfläche kann glasähnlich aussehen. Beim Wassertropfentest perlt das Wasser sofort ab. In den Herstellerangaben wird der Temperaturbereich bis 400 °C angegeben.

Emaillierte Pfannen

Emaillierte Pfannen sind nicht leicht von Keramikpfannen zu unterscheiden. Auch sie sind größtenteils weiß oder schwarz und haben eine Oberfläche, die gläsern aussieht. Einen Hinweis darauf, dass es sich um Emaille handelt, gibt der Wassertropfentest: Wasser perlt auf Emaille nicht sofort ab.

Eisenpfannen

Die Patina einer Eisenpfanne erkennst Du daran, dass sie immer schwarz ist. Anfangs kann sie allerdings mitunter noch etwas bräunlich wirken. Anders als aufgesprühte Beschichtungen entsteht die Patina direkt in der Pfanne während der Benutzung. Deshalb ist sie nicht gleichmäßig und lässt zudem die Struktur der Pfanne noch gut erkennen. Wassertropfen perlen gut an ihr ab.

Ein weiterer Hinweis darauf, dass Du eine Eisenpfanne vor Dir hast: Der gesamte Pfannenkörper ist magnetisch.

Kann ich Pfannen neu beschichten lassen?

Irgendwann lässt eine Beschichtung nach oder ist beschädigt. Egal, ob Du die Umwelt schützen willst oder Dich nicht von Deiner Lieblingspfanne trennen möchtest: In einigen Fällen ist eine Neubeschichtung eine gute Idee.

PTFE-Beschichtung

Sie zerkratzen zwar leicht, sind dafür aber auch recht leicht wieder herzurichten. Je nach Größe der Pfanne kostet eine Neubeschichtung mit PTFE zwischen 16,00 und 34,00 Euro.

Keramikbeschichtung

Eine beschädigte Keramikbeschichtung lässt sich leider nicht reparieren. Hier hilft nur die fachgerechte Entsorgung oder eine Neubeschichtung mit PTFE.

Emaillierungen

Theoretisch ist es möglich, eine beschädigte Beschichtung aus Emaille zu erneuern. Allerdings haben wir bisher noch keine Firma gefunden, die dies tatsächlich anbietet.

Eisenpfannen

Falls Du nicht aufgepasst hast oder eine Eisenpfanne in schlechtem Zustand bekommst, ist nichts verloren. Denn Du kannst sie ganz einfach wieder neu einbrennen. Wie Du dabei am besten vorgehst, kannst Du in unserer Anleitung zum Thema nachlesen.

PTFE-beschichtete Pfanne mit zerkratzter Beschichtung

Beschichtete Pfannen entsorgen

Wenn Deine Pfanne ihre besten Tage hinter sich hatte und eine Reparatur nicht möglich ist, wirst Du Dich von ihr trennen müssen. Im normalen Hausmüll hat sie aber nichts zu suchen, denn sie besteht aus vielen wertvollen Rohstoffen, die sich gut recyceln lassen. Wie Du Deine Pfanne richtig entsorgen kannst, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Fazit / Schluss

Die verschiedenen Beschichtungen für Bratpfannen bringen verschiedene Eigenschaften mit, die großen Einfluss auf das Kochen haben. Materialien wie PTFE oder auch die Patina von Eisenpfannen eignen sich durch die Antihaftwirkung für fettarme Zubereitungen und empfindliche Speisen wie Fisch oder Gemüse. Die Emailleschicht einer Eisenpfanne ist hingegen das Material der Wahl, wenn Du die Vorteile einer Eisenpfanne nutzen willst, aber keine Lust hast, die entstehende Patina zu pflegen.

Welche Pfanne zu Dir passt, hängt also davon ab, welche Ansprüche Du an eine Pfanne stellst und wie Deine Kochgewohnheiten sind. Mit diesem Artikel bist Du auf jeden Fall bestens für den nächsten Pfannenkauf gewappnet.

FAQ

Was ist eine beschichtete Pfanne?

Eine beschichtete Pfanne hat entweder während der Herstellung eine Schutzschicht aus PTFE, Keramik oder Emaille erhalten, oder entwickelt während der Nutzung eine Patina, wie es bei Eisenpfannen üblich ist. Nicht jede beschichtete Pfanne hat eine Antihaftwirkung.

Wie erkenne ich eine beschichtete Pfanne?

Du kannst davon ausgehen, dass jede Pfanne, die nicht aus blankem Edelstahl oder Kupfer besteht, beschichtet oder aus Eisen ist. Der Unterschied zwischen der Patina einer Eisenpfanne und einer Beschichtung ist gut zu erkennen. Etwas mehr Übung braucht es mitunter, eine Keramik- von einer Emaillebeschichtung zu unterscheiden.

Wie kann ich eine beschichtete Pfanne reinigen?

Die richtige Reinigung hängt von der Art der Beschichtung ab. PTFE und Keramik sind sehr anfällig für Kratzer und dürfen nur mit weichen Tüchern und Schwämmen gereinigt werden. Emaille- und Eisenpfannen hingegen zerkratzen nicht. Eine gute Bratpfanne sollte niemals in die Spülmaschine gestellt werden.

Wie heiß darf eine beschichtete Pfanne werden?

Die Maximaltemperatur hängt von den verwendeten Materialien ab. PTFE sondert bei hohen Temperaturen giftige Dämpfe ab und darf nur bis 250 °C erhitzt werden. Eine Keramikbeschichtung darf bis 400 °C erhitzt werden, Emaille bis 500 °C. Bei einer reinen Eisenpfanne gibt es keine Maximaltemperatur – den Schmelzpunkt von Eisen wirst Du auf Deinem Herd nie erreichen. Allerdings kann die Patina bei hohen Temperaturen wegbrennen oder die Pfanne sich verformen.

Wie lange hält eine beschichtete Pfanne?

Keramikbeschichtungen verlieren sehr schnell ihre Antihaftwirkung. Auch Pfannen mit PTFE-Beschichtung sind eher kurzlebig. Eisenpfannen oder Pfannen mit einer Emaillebeschichtung sind im Gegensatz dazu sehr langlebig.

Wann sollte ich eine beschichtete Pfanne wegwerfen?

Deine beschichtete Pfanne gehört in den Müll, wenn die Beschichtung beschädigt ist und nicht repariert werden kann. Eine Ausnahme sind allerdings Eisenpfannen: Wenn Du sie reinigst und erneut einbrennst, sind sie wieder wie neu. Auch rostige Eisenpfannen können wiederhergestellt werden, wie das geht erklären wir hier: Rost auf Eisenpfannen entfernen

Quellen

[1] https://www.orioncoat.com/resources/pre-treating-ptfe/

[2] https://www.bfr.bund.de/cm/343/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-geschirr-mit-antihaftbeschichtung-aus-ptfe-fuer-das-braten-kochen-und-backen.pdf

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