Pfanne entsorgen: Darauf musst Du achten

Sie hat Dich lange Jahre treu begleitet und so manches Kochabenteuer erst möglich gemacht. Die Rede ist vom Herzstück Deiner Küchenausstattung: Deiner Lieblingsbratpfanne.

Doch inzwischen zeigen die wilden Tage auf dem Herd ihre Spuren: Die Beschichtung platzt ab, das Metall hat sich verzogen, oder Rost macht sich breit. Ist nun alles verloren und der Abschied unausweichlich, oder kannst Du sie noch retten? Wir verraten es Dir!


Inhalt



Das lernst Du in diesem Artikel

  • Nicht jeder Schaden bedeutet, dass Du Deine Pfanne wegwerfen musst
  • Die Art der Pfanne entscheidet, wann sie entsorgt gehört
  • Alte Pfannen kommen zum Recyceln in die Reststofftonne

Der richtige Zeitpunkt zum Wegschmeißen einer Pfanne

Nichts hält für die Ewigkeit. Selbst die über Generationen hinweg vererbte gusseiserne Pfanne von Oma kann so beschädigt werden, dass Du Dich schweren Herzens davon trennen musst. Gleichzeitig bedeutet aber auch nicht jede kleine Macke, dass eine Pfanne gleich in den Müll wandern muss.

Als Daumenregel gilt, dass Du Dich von einer Pfanne trennen solltest, wenn sie ihre Aufgabe nicht mehr ordentlich erfüllt und dieser Schaden nicht zu reparieren ist:

Verformte Pfanne

Die Pfanne ist stark verformt

Ist nur der Rand der Pfanne verbogen, etwa weil sie Dir aus der Hand gefallen ist, muss dies nicht zwingend ein Grund zum Entsorgen sein. Zwar sitzen mitunter Deckel nicht mehr passgenau, aber sie ist grundlegend noch einsatzbereit.

Liegt aber der Pfannenboden nicht mehr plan auf dem Herd, kann die Pfanne sich nicht mehr gleichmäßig erhitzen. Die Zubereitung von Nahrungsmitteln wird so eine unnötig anstrengende Herausforderung. Reparieren lässt sich dies leider nur in Ausnahmefällen, etwa bei schmiedeeisernen Pfannen.

Der Griff ist abgebrochen und nicht ersetzbar

Eine Pfanne ohne Griff ist insbesondere eins: ein Verletzungsrisiko. Verbrennungen an den Fingern sind hier vorprogrammiert. Auch schwenken lässt sich so nichts mehr. Es hilft alles nichts: Diese Pfanne ist nicht mehr zu retten.

Der Sandwichboden löst sich ab

Der Sandwichboden einer Pfanne ist eine relativ einfache Form eines Thermobodens: Zwischen zwei Schichten Edelstahl befindet sich eine Schicht Aluminium. Lösen sich diese Schichten voneinander, muss die Pfanne entsorgt werden.

Gut zu wissen

Unsere STUR-Pfannen sind aus einem Stück gegossen. So bricht der Griff garantiert nicht ab, und es gibt keinen Sandwichboden, der sich auflösen kann.


Welche Beschädigung Du ignorieren oder reparieren kannst, hängt von der Art der Pfanne ab. Denn was für ein PTFE-beschichtetes Exemplar gilt, trifft längst nicht auf Edelstahlpfannen zu. Deshalb haben wir für Dich aufgeschlüsselt, ab wann welche Pfanne nicht mehr zu retten ist:

Zerkratzte Teflonpfanne

PTFE-beschichtete Pfannen (Teflonpfannen)

Pfannen mit Antihaftwirkung sind beliebt, da sie sehr fettarme Zubereitungen zulassen. Die PTFE-Schicht ist allerdings empfindlich und zerkratzt schnell. Um die Lebensdauer zu erhöhen, solltest Du unbedingt auf Metallbesteck und zu hohe Temperaturen verzichten.

Aber auch bei guter Pflege lässt die Antihaftwirkung nach einiger Zeit nach. Wenn die Pfanne an sich aber noch in gutem Zustand ist, ist das noch kein Grund, sie wegzuwerfen. Du kannst sie stattdessen auch neu beschichten lassen: Der Preis dafür liegt zwischen 16,00 und 34,00 Euro. Bei hochwertigen Pfannen, die Du gerne behalten möchtest, ist dies eine sehr lohnenswerte Alternative zur Entsorgung.

Übrigens: Du musst Dir keine Sorgen machen, wenn sich die Teflonbeschichtung ablöst und kleine Stücke davon im Essen landen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat PTFE als nicht gesundheitsgefährdend eingestuft, wenn es auf diesem Wege in den Körper gelangt. Gefährlich sind allerdings die Dämpfe, die entstehen, wenn Du Teflon zu stark erhitzt: Sie sind stark giftig.

Keramikpfannen

Pfannen mit Keramikbeschichtung bestechen ebenfalls durch eine gute Antihaftwirkung. Allerdings lässt diese nach einigen Monaten bereits nach. Mit guter Pflege kannst Du diesen Punkt hinauszögern, aber nicht ganz vermeiden. Aber auch durch einen harten Stoß kann die Keramikschicht abplatzen. Eine Neubeschichtung ist bei diesen Pfannen nicht möglich, weshalb schließlich unweigerlich der Punkt kommt, an dem die Pfanne nicht mehr für den Einsatz in der Küche geeignet ist.

 

Was Du als Erstes in der STUR-Pfanne braten solltest (PDF):

Edelstahlpfannen

Sie haben zwar keine Antihaftwirkung, sind dafür aber sehr stabil und langlebig. Da sie weder rosten noch eine Beschichtung haben, die abplatzen kann, begleiten sie Dich viele Jahre.

Allerdings sind sie nicht unkaputtbar: Mehrschichtpfannen können sich bei zu starker Hitze deutlich verformen, so dass anschließend keine Zubereitung mehr wirklich gelingen will. Um dies zu vermeiden, hilft es nur, immer auch ein Auge auf die Temperatur zu haben und die Pfanne nicht zu überhitzen.

Rostige Gusseisenpfanne

Gusseisenpfannen

Diese Pfannen gelten als (beinahe) unzerstörbar. Selbst wenn sie Rost ansetzen ist dies kein Grund sich zu trennen, da sie relativ einfach wieder zu entrosten sind. Wie genau Du dabei vorgehst, haben wir in diesem Artikel genau erklärt.

Allerdings ist Eisen ein sehr sprödes Material: Plötzliche Temperaturwechsel können die Pfanne verziehen oder gar brechen lassen. Wenn sie also noch heiß ist – und sie hält die Temperatur sehr lange – gieße kein kaltes Wasser darauf. Ist das Unglück aber passiert und die Pfanne gebrochen, hilft nichts mehr: Du musst Dich von ihr trennen.

Gut zu wissen

Damit nichts schiefgeht, gibt es zu unseren STUR-Pfannen eine Anleitung. So begleitet Dich Deine Gusseisenpfanne viele Jahrzehnte lang bei Deinen Kochabenteuern.

Stahlpfannen (Schmiedeeiserne Pfannen)

Auch schmiedeeiserne Pfannen sind unglaublich stabil. Mitunter können sie rosten, aber ähnlich wie bei den Gusseisenpfannen lässt sich dies leicht entfernen.

Allerdings können sie sich verformen, was insbesondere auf Induktionsherden leicht passiert. Mitunter lässt sich ein verzogener Boden von einem Schmied wieder richten, aber eine Garantie fürs Gelingen gibt es nicht.

Die richtige Mülltonne wählen

Wenn Du Dich zu der Entscheidung durchgerungen hast, Deine Pfanne zu entsorgen, stehst Du schon vor der nächsten Frage: Gehört sie in den Restmüll, obwohl sie mitunter eine Beschichtung hat, oder doch in die Wertstofftonne?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht, denn es kommt sehr darauf an, wo Du wohnst. Ein Blick auf die Websites der Entsorgungsbetriebe der Städte hilft, das Durcheinander der verschiedenen Vorgaben zu durchblicken. Einen Überblick geben wir Dir auch hier:

  • Berlin: Wertstofftonne, Recyclinghof
  • Hamburg: Wertstofftonne bzw. -säcke
  • München: Wertstoffhof
  • Köln: Wertstofftonne, Wertstoff-Center
  • Frankfurt: Restabfalltonne

In den meisten Städten spielt es übrigens keine Rolle, ob eine Pfanne beschichtet ist oder nicht.

Plastik- und Glasteile wie abnehmbare Griffe oder der Pfannendeckel gehören aber nicht in die Wertstofftonne, sondern in den Restmüll. Falls Du den Deckel nicht für andere Pfannen und Töpfe nutzen willst, schmeiß ihn nicht ins Altglas. Denn Pfannendeckel bestehen verständlicherweise aus hitzebeständigem Glas, das wiederum nicht so wie leere Flaschen und Gläser herkömmlich recycelt werden kann.

Auf dem Sperrmüll haben Pfannen nichts verloren, da Kleingeräte nicht mitgenommen werden.

Recycling von Pfannen

Auch, wenn sie ihre Aufgabe in der Küche nicht mehr erfüllen kann, ist eine Pfanne noch immer wertvoll. Denn sie besteht aus verschiedenen Materialien, die sich gut recyceln lassen. Zwar ist die Menge im Vergleich zu den Rohstoffen, die die Menschheit jeden Tag verbraucht, sehr klein. Dennoch trägt die Rückgewinnung der Rohstoffe dazu bei, die Erde zu schonen. Wenn Du Kinder hast, ist der Gang zu Wertstoffhof ideal, um sie für das Thema zu sensibilisieren – mach Dich aber auf viele neugierige Kinderfragen gefasst, denen Du Dich stellen musst.

Pfannen lassen sich gut recyclen, selbst wenn sie stark beschädigt sind. Grund dafür ist das Metall, aus dem Pfannen hauptsächlich hergestellt sind: Egal, ob es sich um Aluminium, Edelstahl, Eisen oder Kupfer handelt, lässt es sich gut einschmelzen und anschließend weiterverarbeiten. Durch die verschiedenen Schmelzpunkte der Metalle lassen sich auch die verschiedenen Materialien von Sandwichböden gut trennen.

Zumindest teilweise wiederverwenden lassen sich Beschichtungen aus Emaille oder Keramik, da sie Silizium enthalten. Holzgriffe werden von den Entsorgungsbetrieben verbrannt, während Kunststoffgriffe, wenn möglich, ebenfalls recycelt werden. Einzig die PTFE-Beschichtung von Teflonpfannen lässt sich nicht weiterverwenden. Da sie einen sehr niedrigen Schmelzpunkt hat, wird sie schlicht beim Schmelzen des Metalls verbrannt.

Wenn Du besonders kreativ bist und Dich im DIY-Bereich austoben willst, findest Du für die eine oder andere alte unbrauchbare Pfanne mitunter noch Verwendung. Sei es als ungewöhnliche Küchenuhr oder als Vogeltränke im Garten, die Palette der Möglichkeiten ist groß. Wenn Dir das Basteln nicht liegt oder Du keine gute Idee hast, kannst Du sie aber auch ohne schlechtes Gewissen einfach zum Recyclinghof bringen.

Fazit/Schluss

Auch bei bester Qualität und Pflege kann es passieren, dass eine Pfanne dem Einsatz in der Küche nicht mehr gewachsen ist. Nicht jedes Problem ist ein Grund, sie sofort wegzuwerfen: Bei Eisenpfannen stellt Rost kein großes Problem dar, während eine PTFE-Beschichtung erneuert werden kann.

Wenn aber alle Rettungsversuche fehlschlagen, ist es Zeit, sich zu trennen. Hier kommt es auf die richtige Entsorgung an: Eine Pfanne besteht aus wertvollen Rohstoffen, die sich gut wiederverwenden lassen. Deshalb gehört sie in der Regel nicht in den Restmüll, sondern in die Wertstofftonne.

Es lohnt sich übrigens, in eine teure, aber hochwertige Pfanne zu investieren. Sie wird wesentlich länger halten und lohnt sich so gleich doppelt: Du sparst langfristig Geld, weil Du seltener neue Pfannen brauchst, und hast gleichzeitig das gute Gewissen, viel weniger Müll zu produzieren. Bei diesen Aussichten schmeckt das nächste Steak doch gleich noch einmal so gut!

FAQ

Wann sollte ich eine Pfanne entsorgen?

Es ist Zeit, sich von einer Pfanne zu trennen, wenn diese zwei Punkte zutreffen: Sie ist so beschädigt, dass Du sie nicht mehr sicher nutzen kannst oder sie Dich beim Kochen behindert. Dazu kommt, dass sich dieser Schaden nicht mehr reparieren lässt.

Wann gehört eine beschichtete Pfanne in den Müll?

Wenn die Antihaftwirkung der PTFE-Beschichtung nachlässt und sich eine Neubeschichtung nicht lohnt, solltest Du die Pfanne durch eine neue ersetzen. Übrigens sind es nicht nur Kratzer in der Beschichtung, die alles anbrennen lassen: Auch eine scheinbar unbeschädigte Beschichtung kann Dein Essen in Sekunden anbrennen lassen.

Wie entsorge ich meine Pfanne am besten?

Du kannst eine ausgediente Pfanne einfach im Hausmüll in der Wertstofftonne entsorgen. Du kannst sie auch zu einem Wertstoffhof bringen, wo für eine einzelne Pfanne in der Regel keine Gebühren anfallen.

Eine alte Pfanne entsorgen: Welche Tonne ist die richtige?

Das hängt davon ab, wo Du wohnst. In den meisten Städten gehören alte Pfannen in die Wertstofftonne oder werden von Recyclinghöfen angenommen. Manchmal ist aber auch die Reststofftonne die richtige Wahl. Was an Deinem Wohnort gilt erfährst Du auf der Website Deines zuständigen Entsorgungsbetriebs.

Was muss ich beachten, wenn ich eine beschichtete Pfanne entsorgen will?

Für beschichtete Pfannen gelten keine besonderen Regeln, da die meisten Städte nicht zwischen den verschiedenen Materialien unterscheiden. Im Zweifelsfall hilft ein Blick auf die Website des Entsorgungsbetriebes.

Quellen:

[1] FAQ des Bundesinstitut für Risikobewertung zu PTFE-Beschichtung vom 18.12.2018: https://www.bfr.bund.de/cm/343/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-geschirr-mit-antihaftbeschichtung-aus-ptfe-fuer-das-braten-kochen-und-backen.pdf

[2] Berlin Recycling: https://www.berlin-recycling.de/entsorgung/weitere-entsorgungen/haushalt/pfanne-entsorgen

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