Teflonpfanne: Alles, was Du wissen musst

Jeder kennt sie, jeder hat schon einmal mit ihr gekocht: Auch, wer auf Gusseisen schwört, hatte schon einmal eine PTFE-beschichtete Pfanne in der Hand. PTFE ist die Abkürzung von Polytetrafluorethylen. Weil aber kaum jemand den Namen von dem Kunststoff aus Fluor und Kohlenstoff aussprechen kann, hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch Teflon eingebürgert.


Inhalt



Das lernst Du in diesem Artikel

  • Wie Deine Teflonpfanne so lange wie möglich einsatzbereit bleibt
  • Wie Du eine Teflonpfanne richtig reinigst
  • Ob Teflon giftig ist oder nicht

Zubereitung von Omelette in Teflonpfanne

Teflonpfanne richtig benutzen

Teflonpfannen sind zwar sehr praktisch, aber durch die Beschichtung auch empfindlicher als unbeschichtete Pfannen. Durch die richtige Nutzung verlängerst Du ihre Lebenserwartung deutlich. Mit diesen vier Tipps bist Du auf dem besten Weg, Deine Pfanne viele Jahre zu nutzen:

Kein Kochbesteck aus Metall

Auch, wenn einige Hersteller etwas anderes sagen und versprechen, dass Du in ihren Teflonpfannen sogar Bratgut zerschneiden kannst: Dies führt bei jeder PTFE-Pfanne dazu, dass sie schneller zerkratzt. Mit Kochbesteck aus Holz, Silikon oder Plastik bist Du eindeutig besser dabei.

Gut zu wissen

Nicht nur die falsche Handhabung, sondern auch die falsche Lagerung schadet der Pfanne. Es gibt Filzpads, die Kratzer verhindern, wenn Du aus Platzgründen mehrere Pfannen und Töpfe ineinander stapeln musst.

Was Du als Erstes in der STUR-Pfanne braten solltest (PDF):

Keine hohe Hitze

Wenn sehr hohe Temperaturen gefordert sind, ist die Teflonpfanne keine gute Wahl. Schon ehe Du die kritische Temperatur erreichst, bei der Teflon giftige Dämpfe abgibt, kann die Beschichtung Schaden nehmen. Für eine lange Lebensdauer sind niedrige und mittlere Temperaturen besser. Für das perfekte Steak und Bratkartoffeln ist ohnehin eine gusseiserne Pfanne die beste Wahl.

Reinigung per Hand

Nach dem Kochen Pfanne und Geschirr einfach in die Spülmaschine stecken? Lieber nicht. Einige Hersteller werben zwar damit, dass ihre Beschichtung dies aushält. Besser ist es aber immer, eine Teflonpfanne per Hand zu reinigen. Harte Bürsten oder gar Drahtschwämme sind natürlich tabu! Warmes Wasser, etwas Spülmittel und ein weicher Schwamm sind vollkommen ausreichend.

Nichts eintrocknen lassen

Die Reste vom Essen bis zum nächsten Tag in der Pfanne zu lassen, belastet die Beschichtung ebenfalls. Besser ist es, die Pfanne gleich nach dem Abkühlen abzuwaschen.

Das richtige Öl

Wenn Öl zum Einsatz kommt, sollte es auf jeden Fall eine Sorte mit hohem Rauchpunkt sein. Öle mit niedrigerem Rauchpunkt (z.B. kaltgepresstes Olivenöl) können Rückstände auf der Pfanne hinterlassen, die nur schwer entfernbar sind.

Auch Cooking Sprays können langfristig der Beschichtung Deiner Pfanne durch die Rückstände schaden, die sie hinterlassen.

Teflonpfanne kaufen

Wichtig bei der Wahl der Pfanne ist nicht nur ihre Größe oder ob der Griff gut in der Hand liegt. Ebenso wichtig sind die Verarbeitung des Metalls der Pfanne und die Beschichtung:

  • Das Grundmaterial der meisten PTFE-beschichteten Pfannen besteht entweder aus Aluminium oder aus Edelstahl. Insbesondere auf Induktionsherden kann es bei Pfannen auf Edelstahlbasis dazu kommen, dass sich Kern (überwiegend aus Aluminium, seltener Kupfer) und Edelstahlboden trennen oder verformen. Dickere Pfannenböden sind hier oft weniger anfällig. Die Pfanne sollte sich also nicht “leicht” anfühlen, wenn Du sie hochhebst.
  • Pfannen können an der Außenseite heißer werden als an der Innenseite, besonders auf Gasherden. Wir empfehlen daher keine Pfannen zu kaufen, die auch an der Außenwand mit PTFE beschichtet sind. Ist der Griff genietet, sollten auch die Nieten eine Beschichtung mit Teflon aufweisen. Ist dies nicht der Fall, sammeln sich an diesen Stellen Essensreste, die nur schwer zu entfernen sind.
  • Die Beschichtung selbst sollte in mindestens 3 Schichten aufgetragen worden sein. Je nach Modell und Hersteller sind bis zu sieben Schichten möglich.

Reinigung von Teflonpfannen

Dass eine Teflonpfanne nicht in die Spülmaschine gehört, haben wir schon erwähnt. Denn die recht aggressiven Spülmittel können mit der Zeit die Beschichtung angreifen, die Antihafteigenschaften werden schlechter.

Wichtig für die schonende Reinigung von Hand ist, dass Du die Pfanne abkühlen lässt. Eine heiße Pfanne plötzlich in kaltes Wasser zu tauchen schadet nicht nur der Beschichtung, sondern führt auch schnell dazu, dass das Metall sich verzieht.

Nach dem Abkühlen solltest Du Dir aber auch nicht mehr allzu viel Zeit lassen, denn eingetrocknete Essensreste verführen dazu, sie mit harten Schwämmen oder gar Drahtschwämmen zu entfernen. Beides schadet aber der Beschichtung.

Ideal für die Reinigung ist warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Ein Mikrofasertuch oder ein weicher Schwamm reichen vollkommen aus. Ob Du die Pfanne anschließend mit einem Handtuch abtrocknest oder an der Luft trocknen lässt, ist Dein persönlicher Stil. Kommt allerdings sehr hartes Wasser aus Deiner Leitung, kann dies bei Lufttrocknung Kalkrückstände in der Pfanne zurücklassen.

Gut zu wissen

Etwas ist hartnäckig angebrannt? Rettung ist nah: Fülle etwas Wasser und ein halbes Glas Essig in die Pfanne. Koche es kurz auf dem Herd auf und lasse es anschließend abkühlen. Sobald die Pfanne kalt ist, kannst Du sie wie gewohnt mit Seifenwasser und einem weichen Schwamm reinigen.

Sind Teflonpfannen schädlich & giftig?

Die gute Nachricht: Teflon ist ein sehr sicheres und ungiftiges Material. Du musst Deine Teflonpfanne also nicht aus der Küche verbannen. Problematisch für die Gesundheit wird es erst, wenn Du Deine Pfanne zu hoch erhitzt.

Zerkratze Teflonpfanne

Kratzer sind ungefährlich

Früher oder später hat jede PTFE-Pfanne ihren ersten Kratzer. Während die Antihaftwirkung darunter leidet, geht davon kein gesundheitliches Risiko aus. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hebt hervor, dass von über die Nahrung aufgenommene Teflonflocken keine Gefahr ausgeht.[1]

Denn Teflon ist ein sogenannter inerter Stoff. Das heißt, dass er sehr reaktionsträge ist, also nicht mit anderen Stoffen reagiert. Er wandert also unverdaut durch den Körper und wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden.

Teflonpfanne nicht zu heiß erhitzen

Giftige Dämpfe durch Hitze

Anders sieht es bei Dämpfen aus, die Teflon bei zu hohen Temperaturen abgibt. Ab etwa 260° wird das PTFE beschädigt, ab 360° entstehen gesundheitsschädliche Dämpfe. Zu einer solchen Überhitzung kommt es sehr schnell, wenn Du Deine Pfanne zu lange leer erhitzt. Auch im Backofen oder auf einem Grill hat sie nichts verloren.

Achtung: Teflon-Dämpfe sind für Vögel besonders gefährlich. Ihre Lungen sind anders aufgebaut als die von Menschen, weshalb sie deutlich empfindlicher auf die Dämpfe reagieren.[2] Während Du kochst, sollten sie sich also besser nicht in der Nähe der Küche aufhalten.

Mehr zu den Gesundheitsaspekten von PTFE erfährst Du in unserem Artikel zu Antihaftbeschichtungen aus PTFE.

Lebensdauer von Teflonpfannen

Auch bei bester Pflege wird eine Teflonpfanne nicht ewig halten. Wie lange es dauert, bis die Pfanne entsorgt werden muss, lässt sich aber nicht so leicht vorhersagen. Natürlich spielt die Qualität der Beschichtung eine große Rolle: Hochwertige Modelle sind von Haus aus widerstandsfähiger als nicht so gut verarbeitete Pfannen. Eine selten benutzte Pfanne hält ebenfalls länger als eine, die jeden Tag im Einsatz ist.

Verschiedene Hersteller geben eine unterschiedliche Garantie: Bei Tefal sind es 2 Jahre, bei WMF je nach Modell 2 oder sogar 5 Jahre. Bei guter Pflege halten die Pfannen auch über diesen Zeitraum hinaus, während die falsche Handhabung ihre Lebenserwartung deutlich verkürzt.

Dies ist aber eher eine Richtlinie, denn der Umgang mit der Pfanne entscheidet am Ende darüber, wie lange sie tatsächlich ihren Dienst erfüllen kann. Einige Nutzer berichten auch davon, dass ihre Teflonpfannen trotz guter Pflege bereits nach wenigen Monaten nicht mehr gut zu nutzen waren.

Neubeschichtung von Teflonpfannen

Wenn die schwindende Antihaftwirkung Deiner liebsten Pfanne sich schließlich nicht mehr ignorieren lässt, ist dies noch längst nicht das Ende. Auch, wenn sich bereits große Teile der Beschichtung ablösen, muss sie nicht in den Müll wandern.

Deutlich günstiger und schonender für die Umwelt ist es, eine Pfanne neu beschichten zu lassen.

Teflonpfanne entsorgen

Deine Pfanne ist unrettbar beschädigt? Bei einem verbogenen Pfannenboden oder einem abgebrochenen Griff führt kein Weg daran vorbei, sie zu entsorgen. Da auch eine unbrauchbare Pfanne aus wertvollen Rohstoffen besteht, hilft die richtige Entsorgung dabei, die einzelnen Bestandteile zu recyceln. An erster Stelle steht das Metall der Pfanne, das sich gut einschmelzen lässt. Holzgriffe werden verbrannt, während Kunststoff eingeschmolzen und nach Möglichkeit wiederverwendet wird.

Abhängig von Deinem Wohnort gehört die Pfanne in unterschiedliche Mülltonnen. In den meisten Städten ist die Wertstofftonne die richtige Wahl, während sie in Frankfurt in den Restmüll muss. Immer falsch ist der Versuch, alte Pfannen mit dem Sperrmüll loszuwerden, da dieser nicht für Kleingeräte gedacht ist.

Den Glasdeckel einer Pfanne kannst Du problemlos für andere Töpfe und Pfannen weiterverwenden. Ist er beschädigt, gehört er aber nicht ins Altglas. Denn das hitzebeständige Glas von Kochgeschirr lässt sich nicht wie normales Altglas recyceln.

Teflonpfanne Antihaftbeschichtung

Fazit: Solltest Du eine Teflonpfanne kaufen?

PTFE-beschichtete Pfannen machen das Kochen leichter. Sie haben allerdings auch Nachteile:

  • Sie dürfen nicht zu hoch erhitzt werden
  • Mit der Zeit werden die Antihafteigenschaften schlechter

Wenn Du eine Teflonpfanne benutzt, empfehlen wir sie nur sporadisch zu benutzen und für die meisten Speisen eine robustere Pfannenart wie z.B. Edelstahlpfannen zu nutzen. Solltest Du Teflonpfannen komplett aus der Küche verbannen wollen, empfehlen wir als langlebige Alternative Eisenpfannen.

FAQ

Warum darf meine Teflonpfanne nicht in die Spülmaschine?

Einige Händler geben an, dass ihre Teflonpfannen spülmaschinenfest sind. Die Erfahrung zeigt aber dennoch, dass dies die Lebensdauer der PTFE-Beschichtung verkürzt. Um lange etwas von Deiner Pfanne zu haben, ist die Handwäsche deshalb immer besser.

Wie kann ich meine Teflonpfanne reinigen?

Warmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und ein Mikrofasertuch oder weicher Schwamm sind die Mittel der Wahl, um die Pfanne schonend zu reinigen. Ein Drahtschwamm hat hier natürlich nichts verloren, und auch die harte Seite von Spülschwämmen ist schon zu rau für die Beschichtung.

Wie lange ist eine Teflonpfanne haltbar?

Das hängt stark davon ab, wie häufig Du sie verwendest und wie vorsichtig Du dabei bist. Wenn Du keine Metallspatel verwendest, sie nicht zu stark erhitzt und nur per Hand reinigst, hält sie je nach Modell zwei bis fünf Jahre.

Wann muss ich eine Teflonpfanne entsorgen?

Ist nur das Teflon beschädigt, kannst Du Deine Pfanne für wenig Geld neu beschichten lassen. Erst, wenn die Pfanne verbogen oder der Griff abgebrochen ist, ist es Zeit sich von ihr zu trennen.

Teflonpfanne entsorgen: Welcher Müll ist der richtige?

In beinahe allen Städten Deutschlands gehören alte Pfannen in die Wertstofftonne. In Frankfurt ist allerdings die Restmülltonne dafür vorgesehen. Der Glasdeckel darf nicht ins Altglas, da er nicht wie Flaschen recycelt werden kann.

Wer hat die Teflonpfanne erfunden?

Roy Plunkett hatte zwar PTFE erfunden. Die Verwendung in der Küche geht aber auf den französischen Ingenieur Marc Grégoire und seine Frau Colette M. Grégoire zurück. Diese beiden gründeten 1956 das Unternehmen Tefal.

Quellen

[1] https://www.bfr.bund.de/cm/343/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-geschirr-mit-antihaftbeschichtung-aus-ptfe-fuer-das-braten-kochen-und-backen.pdf

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3276392/

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