Pfannenwender: So findest Du garantiert den richtigen

Kein Anbraten ohne Pfannenwender. Bekannt ist er unter vielen Namen: Küchenhelfer, Schlitzwender oder sogar Backschaufel. Noch zahlreicher als seine Bezeichnungen sind nur die verschiedenen Modelle und Materialien.
Damit Du den Überblick nicht verlierst, verraten wir Dir hier, wie Du den perfekten Pfannenwender für Dich findest.


Inhalt



Das lernst Du in diesem Artikel

  • Alles über die verschiedenen Formen und Materialien von Pfannenwendern
  • Welcher Pfannenwender für welche Pfanne geeignet ist
  • Auf welche Pfannenwender Profiköche schwören

Das macht einen guten Pfannenwender aus

„Gut“ liegt natürlich immer ein wenig im Auge des Betrachters, bzw. in der Hand des Kochs. Neben Links- und Rechtshänderwendern bevorzugt der eine Küchenhilfen aus Edelstahl, während der andere Kunststoff den Vorzug gibt. Diese Punkte sollte aber wirklich jeder Küchenhelfer erfüllen:

Stabil und robust

Kratzer oder eine Delle im Holzspatel sind meist kein Problem. Aber wackeln oder gar auseinanderbrechen darf natürlich nichts. Wenn der Griff nicht festsitzt, geht mitunter nicht nur das Gericht in die Hose. Denn fällt das Bratgut plötzlich in die Pfanne, weil der Küchenhelfer sich in seine Einzelteile auflöst, spritzt heißes Fett.

Achte deshalb schon beim Kauf darauf, dass der Pfannenwender in einem Stück gefertigt wurde oder Griff und Wender fest miteinander verbunden sind. Insgesamt sollte er einen wirklich hochwertigen Eindruck machen.

Flexibilität

Je dicker die Wendefläche, desto schwerer ist es, damit Bratgut anzuheben. Dickere Modelle aus Holz oder Plastik sollten deshalb an der Vorderkante zumindest angeschrägt sein, um Dir das Kochen zu erleichtern.

Noch besser ist ein Pfannenwender aus Edelstahl, da er sehr dünn ist. Allerdings sind diese Pfannenwender nicht für jede Pfanne geeignet: Sie sind ein Garant dafür, dass jede PTFE-Beschichtung im Nu zerkratzt ist.

Hitzebeständigkeit

Du brauchst keinen Pfannenwender, der keine Hitze aushält. Schließlich kommt er genau dort zum Einsatz, wo es wirklich heiß hergeht: in Deiner Pfanne. Küchenhelfer, die sich hier verformen oder sogar zu schmelzen beginnen, gehören direkt in den Müll.

Ein wenig kommt es auch auf Deine Pfanne an: In gusseisernen Pfannen wird in der Regel heißer gebraten als in Pfannen mit PTFE-Beschichtung. Hier muss der Spatel also mehr aushalten können, als in der Teflonpfanne.

 

Was Du als Erstes in der STUR-Pfanne braten solltest (PDF):

Darauf solltest Du beim Kauf achten

Hochwertige Pfannenwender können viele Formen haben. Hier kommt es sehr auf Deine Vorliebe an, was für Dich die passende Wahl ist. Es lohnt sich, im Zweifelsfall ein wenig länger zu suchen, als den erstbesten Pfannenwender zu kaufen, den Du entdeckst.

Pfannenwender mit unterschiedlich geformten Laffen

Form des Vorderteils / der Laffe

Was genau ist eine Laffe? Keine Sorge, es handelt sich nicht um ein weiteres Küchen-Gadget, das niemand braucht. Bei der Laffe handelt es sich um das Vorderteil des Pfannenwenders, umgangssprachlich auch manchmal Wender oder Spatel genannt.

Die Form der Laffe kann stark variieren. Du ahnst es schon: Alle Varianten haben ihre Berechtigung, abhängig davon, wie Du den Pfannenwender einsetzt. Generell sind meist Pfannenwender mit breiter Wendefläche nützlicher. Ist die Laffe zu schmal, wird das Wenden von größerem Bratgut sonst schnell ein unnötiger Balanceakt.

Gut zu wissen

Das Wort „Laffe“ geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Es leitet sich entweder vom mittelhochdeutschen „lecken“ oder vom frühneuhochdeutschen „Gaffer mit offenem Mund“ oder „Hängelippe“ ab.


Schräge vs. gerade Kante

Insbesondere Pfannenwender aus Holz oder Kunststoff neigen dazu, etwas dicker zu sein. Die abgeschrägte Kante erleichtert es, auch mit einer solchen Laffe unter das Bratgut zu kommen.

Da das Material hier dünn ist, stumpft diese Kante bei unvorsichtigem Gebrauch aber ein wenig ab. Ein weiterer Haken: Rechtshänder tun sich schwer mit Pfannenwendern, die für Linkshänder entworfen wurden. Umgekehrt ist es auch für Linkshänder schwer, die gängigen Pfannenwender für Rechtshänder zu nutzen.

Flacher vs. gebogener Wender

Die flachen Wender bestehen üblicherweise aus Holz, während Modelle aus Stahl oder Kunststoff gebogen sind: Zwischen Laffe und Griff sind sie „geknickt“.

Dieser Knick erleichtert es ungemein, mit einer fließenden Bewegung unter das Bratgut zu kommen. Dies ist zwar auch mit flachen Wendern möglich, aber weniger intuitiv. Wer einen flachen Pfannenwender im flachen Winkel unter sein Steak schieben will, riskiert zudem eher, sich die Hand am Rand der Pfanne zu verbrennen.

Aussparungen / Schlitze vs. durchgehende Wendefläche

Die meisten Küchenhelfer haben Löcher oder, noch häufiger, Schlitze in der Wendefläche. Durch diese können Fett oder Flüssigkeiten abtropfen, sodass beim Wenden nichts spritzt. Gerade bei heißem Fett und schwungvollen Köchen können diese Schlitze so manche Brandblase verhindern.

Allerdings entwischen durch eben diese Schlitze gerne kleine Bratstücke, die Du anschließend mühsam einzeln aus der Pfanne sammeln musst. In solchen Fällen ist eine durchgehende Wendefläche ohne Schlitze angenehmer zu nutzen.

Pfannenwender aus unterschiedlichen Materialien

Materialien

Ebenso wichtig wie die Form ist das verwendete Material des Pfannenwenders. Die richtige Wahl hängt dabei auch von den Pfannen ab, die Du in Deiner Küche verwendest.

Silikon

Silikon hat längst einen festen Platz in der Küche. Bei Pfannenwendern kann es sowohl den Griff als auch die Laffe umhüllen. Da es selbst sehr nachgiebig ist, haben die Küchenhelfer in der Regel einen Kern aus härterem Kunststoff.

Ein großer Vorteil von Silikon ist, dass es auch in beschichteten Pfannen ohne Bedenken zum Einsatz kommen kann, da garantiert nichts zerkratzt. Allerdings ist es nur bis etwa 250° hitzebeständig, was bei Pfannen schnell überschritten wird. Wenn Du auf einen Silikonwender setzt, solltest Du die Temperatur deshalb immer im Blick behalten. Insbesondere Gusseisenpfannen kommen dann zum Einsatz, wenn höhere Temperaturen benötigt werden.

Edelstahl

Der Klassiker, der durch Langlebigkeit glänzt. Edelstahl kann für Griff und Laffe verwendet werden und ist auch bei hohen Temperaturen robust. Angebranntes lässt sich mit diesem Pfannenwender leicht abkratzen.

Einer Pfanne mit PTFE-Beschichtung solltest Du mit einem solchen Pfannenwender aber nicht zu Leibe rücken, da sie sehr schnell zerkratzen würde.

Vorsichtig ist geboten, wenn auch Plastik verwendet wurde, da dieses weniger hitzebeständig ist.

Weitere Kunststoffe (außer Silikon)

Der Pfannenwender kann in Teilen oder vollständig aus Kunststoff gefertigt sein. „Den einen“ Kunststoff gibt es allerdings nicht, da verschiedene Arten zum Einsatz kommen, darunter zum Beispiel Melamine oder Polyamide. Sie haben leichter unterschiedliche Materialeigenschaften, sind in der Regel aber hitzebeständig bis etwa 270 °C. Genaue Angaben für einen Pfannenwender bekommst Du vom Hersteller.

Sie sind, ähnlich wie Modelle mit Silikon, in allen Pfannen einsetzbar. Außerdem sind sie günstig, weshalb sie meist zur Erstausstattung einer Küche gehören. Allerdings gibt es einen Haken: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt davor, Küchenhelfer aus Polyamid zu lange in Kontakt mit Lebensmitteln zu lassen, da Bestandteile des Materials ins Essen gelangen können. [1]

Holz

Jeder kennt den klassischen, einfachen Holzspatel. Einsetzbar in allen Pfannen, hält er auch sehr hohe Temperaturen aus. Wer nicht aufpasst, riskiert dabei höchsten Brandspuren, muss sich bei unbehandeltem Holz aber keine Gedanken um schädliche Stoffe machen, die ins Essen übergehen.

Mit der Zeit wird der Pfannenwender sich aber verfärben. Das ist ganz normal, da bei jedem Kochvorgang Fett in das Holz eindringt. Von Tomatensauce ganz zu schweigen: Das Rot lässt sich nicht mehr entfernen. An der Qualität des Wenders ändert dies aber nichts.

In der Spülmaschine haben Gegenstände aus Holz natürlich nichts zu suchen. Hier saugt es Wasser und insbesondere Seife auf. Darunter leidet sowohl das Holz als auch der Geschmack der nächsten Mahlzeit, die Du mit dem Wender zubereiten willst. Schrubbe ihn deshalb per Hand und trockne ihn möglichst gründlich ab. Um ihn zu pflegen, ist ein gelegentliches Einölen zu empfehlen.

Welche Pfannenwender werden in Profiküchen verwendet?

In Profiküchen kommen hauptsächlich Pfannen aus Edelstahl, (Guss-)Eisen oder Kupfer auf den Herd. Deshalb wirst Du hier hauptsächlich gebogene Pfannenwender aus Edelstahl finden. Sie sind durch die dünne Laffe nicht nur ideal, um unter das Bratgut zu gelangen. Auch ein praktischer Grund spricht für sie: Sie sind sehr haltbar und müssen so gut wie nie ersetzt werden.

Für einige empfindliche Lebensmittel wie Fisch oder Ei setzen aber auch Profiköche auf beschichtete Pfannen. Da keine Küche wöchentlich die Pfannen austauschen oder neu beschichten will, sind hier Pfannenwender aus Kunststoff oder Holz gefragt, die die Beschichtung schonen.

Welchen Pfannenwender in welcher Pfanne?

Deine Lieblingspfanne ist mit PTFE beschichtet, und Dein liebster Pfannenwender aus Edelstahl? Diese Geschichte kann nicht gut ausgehen. Wie auch beim Kochen kommt es nicht nur auf die einzelnen Zutaten an, sondern auch auf ihr Zusammenspiel.

Damit es kein Unglück gibt, solltest Du deshalb auf die richtige Kombination setzen.

Kunststoffpfannenwender für Teflonpfannen

PTFE-beschichtete Pfannen (Teflonpfannen) und Keramikpfannen

Dank der Beschichtung sind diese Pfannen ideal, um etwas fettarm anzubraten. Allerdings ist die Beschichtung empfindlich und kann schnell ihre Antihaftwirkung verlieren. Wenn Du die Pfanne nicht bald schon ersetzen willst, solltest Du deshalb nur weiche Pfannenwender aus Kunststoff, Silikon oder Holz verwenden. Küchenhelfer aus Metall hingegen sind ein absolutes No-Go.

Gut zu wissen

Pfannen bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Wenn eine Teflonpfanne nicht mehr zu retten ist, findest Du in unserem Artikel zum Thema Pfannen entsorgen alles, was Du über die richtige Entsorgung wissen musst.

Pfannenwender aus Edelstahl für Gusseisenpfannen

Edelstahlpfannen und (Guss-)Eisenpfannen

Edelstahl und Eisen sind insbesondere eines: unglaublich robust. Hier kannst Du nach Herzenslust mit einem Pfannenwender aus Edelstahl herumkratzen, ohne dass Deine Pfanne Schaden nimmt.

Unsere Empfehlung ist deshalb ganz klar ein Küchenhelfer mit einer dünnen Laffe aus Edelstahl. Das hat 3 Gründe:

  • Du kriegst Bratgut schnell und leicht vom Pfannenboden gelöst.
  • Falls etwas anbrennt, kannst Du die Reste davon gut abkratzen.
  • Pfannenwender aus Edelstahl halten auch höchste Temperaturen aus. Und gerade Pfannen aus Eisen oder Edelstahl werden genutzt, wenn etwas bei großer Hitze gebraten werden soll.

FAQ

Warum haben Pfannenwender Löcher?

Die Schlitze in der Laffe des Pfannenwenders dienen Deinem Schutz: Wenn Du Dein Steak umdrehst, läuft das Fett durch die Löcher direkt zurück in die Pfanne. So verhindert das Küchenutensil Fettspritzer, die sonst schnell zu schmerzhaften Verbrennungen führen.

Welcher Pfannenwender ist der beste?

Der perfekte Pfannenwender liegt gut in der Hand, beschädigt Deine Pfanne nicht und ist natürlich hitzebeständig. Die Laffe sollte möglichst nicht zu dick sein, damit Du Dein Bratgut gut anheben kannst.

Aus welchem Material sollte ein Pfannenwender bestehen?

Das kommt auf die Pfanne an, in der Du ihn benutzen willst. Für PTFE- und Keramikbeschichtungen brauchst Du einen Wender aus Holz, Plastik oder Silikon. Für Pfannen aus Edelstahl oder (Guss-)Eisen empfiehlt sich ein dünner Pfannenwender aus Edelstahl.

Welcher Pfannenwender ist der richtige für eine Gusseisenpfanne?

In einer Gusseisenpfanne kannst Du einen Pfannenwender aus Edelstahl verwenden. Er hält hohe Temperaturen aus, beschädigt die Pfanne nicht und ist so robust, dass er Dich wahrscheinlich ebenso lange begleiten wird wie die Pfanne selbst.

Welcher Pfannenwender passt zur Edelstahlpfanne?

Edelstahlpfannen sind absolut kratzfest. Du kannst also ohne schlechtes Gewissen auch einen Pfannenwender aus Edelstahl zum Braten verwenden.

Quellen

[1] https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/polyamid-kuechenutensilien-kontakt-mit-heissen-lebensmitteln-moeglichst-kurz-halten.pdf

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